Satzung des Deutschen Braumeister- und Malzmeister-Bundes
(Technisch-wissenschaftliche Vereinigung) e.V.

Landesgruppe Niedersachsen e.V.


 

§ 1

Name und Sitz

Der in das Vereinsregister des Amtsgerichts Hannover unter der Nummer 3567 eingetragene Verein führt den Namen

 Deutscher Braumeister- und Malzmeister-Bund (Technisch-wissenschaftliche Vereinigung)

Landesgruppe Niedersachsen e.V.

und hat ihren Sitz in Hannover.

 

§ 2

Aufgaben und Ziele

Die Landesgruppe hat den Zweck:

1.) Pflege des allgemeinen Meinungsaustausches in allen das Brauerei- und Mälzereigewerbe fördernden

fachwissenschaftlichen Fragen.

2.) Förderung des Brauerei- und Mälzereigewerbes durch Abhaltung von Vorträgen über technisch-

wissenschaftliche Fragen und fachliche Beratung der Mitglieder.

3.) Ausbildung und Förderung des Nachwuchses.

4.) Pflege der Kollegialität unter den Mitgliedern.

5.) Wahrung der Berufsinteressen.

 

§ 3

Mitgliedschaft

Mitglieder der Landesgruppe sind:

a) ordentliche Mitglieder

b) Ehrenmitglieder

c) fördernde Mitglieder

d) außerordentliche Mitglieder

 

§ 4

Erwerbung der Mitgliedschaft

Ordentliches Mitglied der Landesgruppe kann werden:

Jeder technisch gebildete Brauerei- und Mälzereidirektor, Braumeister und Malzmeister, Brauerei- und Mälzereibesitzer bzw. Pächter, Brauereitechniker mit Hochschulexamen und solche, die die Meisterprüfung vor der Industrie- und Handelskammer oder Handwerkskammer abgelegt haben und im Angestelltenverhältnis stehen.

Fördernde Mitglieder können werden:

Brauereien, Mälzereien, Firmen verwandter Branchen und Einzelpersonen.

Fördernde Mitglieder können zugleich ordentliche Mitglieder sein, wenn sie den fachlichen Anforderungen entsprechen.

Zur Aufnahme als ordentliches Mitglied in die Landesgruppe ist ein schriftlicher Antrag an den Vorstand zu richten. Dieser entscheidet über die Aufnahme.

Mit dem Erwerb der Mitgliedschaft ist die Zugehörigkeit zum Deutschen Braumeister- und Malzmeister-Bund (Technisch-wissenschaftliche Vereinigung) e.V. verbunden.

Außerordentliche Mitglieder können Personen über 48 Jahre werden, die die Voraussetzungen des § 4 erfüllen.

Über ihre Aufnahme entscheidet der Vorstand.

 

§ 5

Ehrenmitgliedschaft

Persönlichkeiten, die sich besondere Verdienste um den Braumeisterstand oder um das Brauwesen erworben haben, können zu Ehrenmitgliedern ernannt werden.

Die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft erfolgt auf Vorschlag des Vorstandes und Beirates.

Ehrenmitglieder zahlen keinen Beitrag.

 

§ 6

Pflichten der Mitglieder

Die Mitglieder sind verpflichtet, zur Erreichung der Ziele der Landesgruppe nach besten Kräften mitzuwirken.

Jedes ordentliche Mitglied hat bei seinem Eintritt den Beitrag für das laufende Jahr zu entrichten, und das jeweils unaufgefordert im 1. Viertel des Kalenderjahres.

Der Beitrag wird entsprechend den Erfordernissen in der Hauptversammlung festgesetzt. Der Beitrag an den Bund muß gesondert gezahlt werden.

Außerordentliche Mitglieder zahlen einen Beitrag nur an die Landesgruppe. Der Beitrag wird vom Vorstand festgelegt.

Rückständige Beiträge werden nach erfolgloser Mahnung durch Postnachnahme erhoben.

Jedes fördernde Mitglied hat einen zu Beginn des Kalenderjahres zu bezahlenden Jahresbeitrag an die Landesgruppe zu entrichten, dessen Mindesthöhe der Vorstand festlegt.

Adressenänderungen sind möglichst unverzüglich der Landesgruppengeschäftsstelle schriftlich mitzuteilen.

 

§ 7

Rechte der Mitglieder

Alle Mitglieder sind berechtigt, an den Veranstaltungen der Landesgruppe teilzunehmen.

Zu besonders einberufenen Mitgliederversammlungen und Arbeitstagungen sind Ehrenmitglieder, ordentliche Mitglieder und außerordentliche Mitglieder teilnahme- und stimmberechtigt.

Ordentliche, - außerordentliche – und Ehrenmitglieder haben Anrecht auf Förderung und Unterstützung durch die Landesgruppe.

 

§ 8

Förderungen und Unterstützungen

Der Vorstand kann auf Antrag Zuschüsse gewähren zur Förderung und Unterstützung in beruflichen Anliegen und zur Überwindung wirtschaftlicher Notlagen.

Die Anträge sind beim Vorstand einzureichen.

Die Entscheidung des Vorstandes ist endgültig und erfolgt unter Ausschluß des Rechtsweges. Ein Rechtsanspruch besteht nicht.

 

§ 9

Beendigung der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft erlischt:

1.) durch den Tod,

2.) durch schriftliche Austrittserklärung,

3.) durch Ausschluß auf Beschluß des Vorstandes und Beirates , wegen

a) Nichtzahlung der fälligen Beiträge trotz zweimaliger Mahnung

durch Postauftrag oder eingeschriebenen Brief,

c) wissentlich falscher Angaben bei der Aufnahme,

d) absichtlicher Schädigung der Landesgruppe,

e) Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte.

Dem betroffenen Mitglied ist vor dem Ausschluß Gelegenheit zur Rechtfertigung zu geben. Der Ausschluß ist ihm durch Einschreiben mitzuteilen. Ausscheidende oder ausgeschlossene Mitglieder haben keinerlei Anspruch an das Vermögen der Landesgruppe. In allen Fällen sind aber für das laufende Jahr Beiträge und eventuelle Rückstände zu entrichten.

Ausschlüsse von Mitgliedern werden auf der nächsten Mitgliederversammlung bekanntgegeben.

 

§ 10

Vorstand

Die Leitung der Landesgruppe und die Führung der Geschäfte übernimmt der Vorstand.

Der Vorstand besteht aus 4 Mitgliedern, die möglichst aktiv im Brauerei- oder Mälzereigewerbe tätig sein sollen, und zwar: dem 1. Vorsitzenden,

dem 2. Vorsitzenden,

dem Schriftführer und

dem Kassierer.

 

§ 11

Wahl des Vorstandes

Die Mitglieder des Vorstandes werden in der Hauptversammlung mittels Stimmzettel durch einfache Mehrheit gewählt. Wählbar sind ordentliche Mitglieder und in Ausnahmefällen Ehrenmitglieder.

Wahlberechtigt sind alle ordentlichen Mitglieder, außerordentlichen Mitglieder und Ehrenmitglieder. Bei Einstimmigkeit kann die Wahl auch durch Zuruf erfolgen. Wiederwahl ist statthaft.

Die Amtszeit beträgt 2 Jahre bis zur nächsten Hauptversammlung. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

 

§ 12

Aufgaben des Vorstandes

Der 1. Vorsitzende übernimmt die Leitung der Landesgruppe und die Geschäftsführung. Er beruft und leitet die Hauptversammlung, die Vorstands- und Beiratssitzungen und setzt die Tagesordnung fest. Als beratendes Mitglied kann er allen Sitzungen der Ausschüsse beiwohnen, die zu besonderen Arbeiten ernannt sind, und muß daher rechtzeitig von solchen Sitzungen verständigt werden.

Der 1. Vorsitzende hat gleichzeitig die Interessen der Kollegen von Niedersachsen im Gesamtvorstand des Deutschen Braumeister- und Malzmeister-Bundes wahrzunehmen. Er scheidet aus dem Gesamtvorstand aus, wenn ein neuer Landesgruppen-Vorsitzender gewählt ist.

Dem Bundesvorstand (bzw. Gesamtvorstand) ist von der erfolgten Neuwahl Mitteilung zu machen.

Im Verhinderungsfalle des 1. Vorsitzenden erfolgt die Übernahme der Aufgaben bzw. die Vertretung in folgender Reihenfolge:

2. Vorsitzender, Schriftführer, Kassierer.

Alle Erklärungen bzw. Verträge, welche die Landesgruppe betreffen, bedürfen der Unterschrift des 1. Vorsitzenden und eines weiteren Vorstandsmitgliedes.

Der Vorstand beschließt durch einfache Mehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Der Vorstand ist beschlußfähig, wenn mindestens 3 Mitglieder anwesend sind.

In dringenden Fällen kann vom 1. Vorsitzenden eine Abstimmung auch ohne Sitzung herbeigeführt werden durch gegenseitige Verständigung. Das Ergebnis ist aktenkundig zu machen.

Über alle Sitzungen des Vorstandes ist Protokoll zu führen, das jeweils bei der nächsten Sitzung zu verlesen und zu genehmigen ist. Der Vorstand kann zur Erledigung von Verwaltungsaufgaben auch Hilfskräfte einsetzen. Die Mitglieder des Vorstandes üben ihre Tätigkeit ehrenamtlich aus. Sie haben jedoch Anspruch auf die Ihnen durch die Teilnahme an Sitzungen entstehenden Mehrkosten.

 

§ 13

Beirat

Der Beirat hat die Aufgabe, den Vorstand in allen die Landesgruppe betreffenden Fragen zu beraten und zu unterstützen.

Der Beirat besteht aus 6 Mitgliedern, die aktiv im Brauerei- oder Mälzereigewerbe tätig sind und möglichst allen Berufsstellungen angehören sollen.

Insbesondere gehören dem Beirat an:

1.) der Vorsitzende des Prüfungsausschusses der federführenden Industrie- und Handelskammer der Landesgruppe,

2.) der Vorsitzende eines Sozialausschusses oder einer Gütekommission.

Die Mitglieder des Beirates werden in der Hauptversammlung durch einfache Stimmenmehrheit gewählt, wobei die Wahl durch Stimmzettel oder durch Zuruf erfolgen kann.

Die Amtszeit beträgt 2 Jahre bis zur nächsten Hauptversammlung. Wiederwahl ist möglich.

Die Mitglieder des Beirates üben ihre Tätigkeit ehrenamtlich aus. In Sonderfällen kann vom Vorstand der Beirat vorübergehend um 1 bis 2 Mitglieder erweitert werden. Der Hauptversammlung ist dieses dann bekannt zu geben.

 

§ 14

Hauptversammlung

a) Die ordentliche Hauptversammlung findet alle 2 Jahre statt. Die Einladung dazu hat mindestens 4 Wochen vorher zu erfolgen und ist auch in einer oder mehreren Fachzeitschriften zu veröffentlichen.

Anträge zur Hauptversammlung müssen 14 Tage vorher dem Vorstand eingereicht werden; sie werden in der Hauptversammlung zur Verhandlung und Abstimmung bekannt gegeben. Die Entscheidung darüber erfolgt durch einfache Stimmenmehrheit.

b) Die außerordentliche Hauptversammlung kann vom Vorstand jederzeit einberufen werden. Sie muß innerhalb von 6 Wochen einberufen sein, wenn 20% der stimmberechtigten Mitglieder dieses schriftlich unter Angabe der Beratungspunkte beantragen.

 

 

§ 15

Beschlußfähigkeit der Haupt- und außerordentlichen Hauptversammlung

Jede Hauptversammlung und außerordentliche Hauptversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden Mitglieder beschlußfähig.

Die stimmberechtigten Mitglieder üben ihr Stimmrecht persönlich aus. Das Stimmrecht kann auch auf andere Mitglieder der Landesgruppe für eine bestimmte Hauptversammlung durch schriftliche Vollmacht übertragen werden. Hierbei kann ein Mitglied nicht mehr als 3 Mitglieder seiner Landesgruppe vertreten.

Bei Abstimmung entscheidet einfache Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit ist der Antrag abgelehnt.

Über jede Haupt-, außerordentliche Haupt- u.a. Versammlungen und Tagungen sind Anwesenheitslisten und Protokolle vom Schriftführer aufzunehmen. Das Protokoll muß den Wortlaut der gefaßten Beschlüsse wiedergeben, und der Inhalt des Protokolles ist den Mitgliedern jeweils in der nächsten Versammlung bekannt zu geben. Das Protokoll ist vom 1. Vorsitzenden und Schriftführer zu unterzeichnen.

Beschlüsse der Hauptversammlung können in dem gesetzlich zulässigen Falle mit rückwirkender Kraft versehen werden.

Die Ankündigung zu den Haupt-, außerordentlichen Hauptversammlungen, Tagungen und sonstigen Veranstaltungen erfolgt durch besondere Einladungen und durch die Fachpresse.

 

§ 16

Kassenprüfung

Zur Prüfung der Rechnungen des laufenden Jahres und zur Prüfung der Kasse werden von der Haupt­versammlung zwei Mitglieder als Kassenprüfer gewählt. Über das Ergebnis sollen sie dem 1. Vorsitzenden bzw. der Hauptversammlung Bericht erstatten.

 

§ 17

Satzungsänderung

Anträge, welche Satzungsänderungen betreffen, müssen von einem Drittel der Mitglieder unterschrieben sein, und müssen 4 Wochen vor der einzuberufenden Hauptversammlung beim Vorstand eingebracht sein.

Eine Woche vor der Hauptversammlung müssen diese Anträge allen stimmberechtigten Mitgliedern im Wortlaut bekannt gegeben werden. Für die Annahme ist Zweidrittelmehrheit der stimmberechtigten Mitglieder notwendig.

 

§ 18

Auflösung

Die Auflösung der Landesgruppe ist nur dann statthaft, wenn die Erreichung der Aufgaben und Ziele unmöglich erscheint. Die Auflösung kann auch nur dann erfolgen, wenn der Antrag dazu termingerecht gestellt ist und die Hauptversammlung sie durch Dreiviertelmehrheit beschließt.

Im Falle der Auflösung der Landesgruppe fällt das gesamte Vermögen je zur Hälfte den Brauereihochschulen Weihenstephan und Berlin zu.

 

§ 19

Gesetzliche Einschränkungen

Der Vorstand ist ermächtigt, gesetzlich erforderliche Abänderungen der Satzung zu beschließen. Sie müssen den Mitgliedern als Satzungsnachtrag nachgereicht werden.

 

§ 20

Inkrafttreten der Satzung

Vorstehende Satzung tritt mit dem Tage ihrer Genehmigung in Kraft.

 

Hannover, den 23. April 1966